… malt er mir Bilder einer vergangenen Zeit, als im Herbst noch die Blätter bunt wurden, langsam ein kühlerer Wind durch die Straßen wehte und man das erste Mal seit langem wieder ein Feuer im Kamin anzündete. Als die Wehmut in die Herzen der Menschen einzog, weil sie erneut vom Sommer Abschied nehmen mussten, weil erneut das bunte, strahlende Leben zu Ende ging. Als im Frühling alles blühte und grünte und die Vorfreude auf die wärmere, hellere Zeit in die Welt hinaus zwitscherte.
Jedes Jahr aufs Neue staunten die Menschen über den Wechsel der Jahreszeiten, wenn die Tage wieder länger oder kürzer wurden, sie freuten sich wie kleine Kinder, wenn es zum ersten Mal schneite oder die ersten Blumen aus dem noch kalten, mit Frost bedeckten Boden sprießten.
Jedes Jahr aufs Neue ein Wunder.
Augustin erzählt seine Geschichten mit kindlicher Freude, ohne eine Spur Bitterkeit oder Frust. Ihn fasziniert alles an dieser vergangenen Zeit und je mehr er darüber liest und hört, desto glücklicher macht es ihn.
Wir liegen nebeneinander auf einer Decke im Garten, beobachten die vorbeiziehenden Wolken oder die im Wind tanzenden Äste, und er beschwört Bilder herauf, die vor meinen Augen lebendig werden, die manchmal ihre eigenen Wege gehen und sich bis in meine Träume schleichen.


