Biene, stich

Elefanten trampeln über mein Herz, woher kommen sie?

Ich spucke eine Biene aus, los los, opfere dein Leben für meines, zerstich’ den tonnenschweren Elefanten aus Luft!

Meine Zungenspitze ist taub, kein Summen weit und breit.

Gedankenfetzen liegen zerstreut auf dem Boden meiner Wirklichkeiten, durchtränken ihn, ertränken mich.

Hellwach lieg’ ich da, voll Freude und Trauer zugleich.

[Halle, 5.1.21]

Fangen

Mir träumte: Wir kämpfen in den unteren Stockwerken eines fremden Hauses um unser Leben. Wir spielen Fangen, und jetzt sind die anderen dran. Was mit denjenigen passiert, die sie erwischen, wissen wir nicht, allein nichts Gutes, fürchte ich, es geht ums Ganze.

Zuerst laufe und verstecke ich mich allein, suche einen Ausgang aus diesem Labyrinth verwinkelter, grauer Räume. Überall Spinnweben und Staub und keine Fenster nach draußen. Bald schließen sich mir vier weitere Menschen an, ich fühle mich verantwortlich für sie.

Wenn sie mich kriegten, wäre das nicht so schlimm; ich fürchte nur die Schmerzen, ich hasse die Angst, das Davonlaufen, die Ungewissheit. Den Tod fürchte ich nicht, ich weiß, wie er sich anfühlt, ich kenne das Kribbeln im Herzen, die Erleichterung im ganzen Körper.

Wir laufen von einem grauen Zimmer ins nächste, überall Blut, Schreie, Leichen. Es muss doch einen Weg nach draußen geben, hier muss doch ein Ausweg sein?! Diejenigen, die dieses Gebäude bauten, mussten es doch auch wieder verlassen, oder?!

Wir laufen und laufen und laufen, bis ans Ende des letzten Raums, Sackgasse, das war’s. Mein Kopf rast und sucht und schreit, bitte, lasst uns hier raus, ich höre sie schon kommen!

Da entdecke ich an einer Wand, hinter vielen Schichten Staub, toten Fliegen und Spinnennetzen, einen Türgriff. Ich überwinde meinen Ekel – was könnten mir Spinnen in dieser Lage noch tun? – und greife beherzt zu. Mit ganzer Kraft ziehe ich an der Tür, die anderen ziehen mit, die Tür springt auf, eine Treppe, Sonnenlicht!

Als ich als letzte den Raum verlasse, sehe ich im Augenwinkel den ersten unserer Gegner hereintreten, wütend schlägt er mit der Faust gegen die Wand und brüllt. Wir haben es tatsächlich geschafft!

Befreit laufe ich zu den anderen, die in einem Grüppchen auf der gegenüberliegenden Straßenseite stehen und in Richtung des Horrorhauses blicken. Als ich mich umdrehe, erkenne ich: Dieses Gebäude, in dessen untersten Stockwerken wir gerade um unser Leben kämpften, ist ein Luxushotel.

Menschen liegen auf ihren Balkonen, sitzen im Whirlpool, essen und trinken in aller Ruhe. Niemand von ihnen scheint zu ahnen, was nur wenige Meter weiter unten vor sich geht, welche Gräuel sich dort abspielen.

Dieser Anblick macht mich so wütend wie noch nichts in meinem Leben. Menschen verlieren und laufen um ihr Leben, werden gefoltert, ermordet. Es gibt nur zwei Möglichkeiten: Entweder du lebst und stirbst unten oder du genießt dein Leben oben in aller Seelenruhe ahnungslos. Oder wissen sie davon? Funktionierten die kleinen schwarzen Kameras noch, die ich immer wieder aufblitzen sah?

Und wir, die wir es aus dem Horrorhaus geschafft haben, was machen wir jetzt mit unserem Wissen? Was fangen wir mit unserer Freiheit an? 

[Regensburg, 21.08.2024]

Der Test

Alle sind da. Mehr, als mir lieb ist, vor allem, da ich anscheinend eine der letzten bin. Die Bänke im Mittelgang sind alle voll, was gewöhnlich nur noch an Weihnachten zur Kinderchristmette vorkommt. Das muss heute ja eine besondere Andacht sein, denke ich. Na gut. Ich versuche es auf der linken Seite, dort sitzen kaum Menschen und ich erspare mir die Blicke der anderen.

Die „anderen“, das sind die Lästertanten unserer Landjugend, die älteren, überwiegend männlichen Mitglieder, die sich über jeden lustig machen, so als wären sie über die Dinge erhaben, deren Blicke jedoch anderes erzählen. Gierig starren sie alles und allem hinterher, aus dem sie ihre voyeuristischen Freuden ziehen können, sie lachen selbstgefällig in ihrer Unsicherheit, die sie mit der falschen Stärke der Gruppe kaschieren. Tief drinnen haben sie vor ihren eigenen „Freunden“ Angst, vor ihrer eigenen Sexualität, vor sich selbst. Aber das sag ihnen mal. Damals wusste ich das auch nicht, damals war ich auch nur Opfer ihrer Blicke und Zungen, fühlte mich nackt und versuchte, mich dieses ekligen Gefühls mit genug Alkohol zu entledigen.

Das war damals.

Heute weiß ich, wer ich bin, weiß, wie ich aussehe, wie ich wirke. Weiß um ihre Unsicherheit, mit der ich nur allzu gern spiele.

Links ist es mir zu langweilig, da sitzen nur die Alten mit ihren Enkelinnen. Also spaziere ich, in meinem aufsehenerregenden Outfit, einmal quer durch die Kirche, an den Lästerschwestern vorbei, denen ich kühl zunicke, und sie rufen: Hee, Lena, geh doch ned einfach vorbei!

Ich suche mir eine Ecke, in der noch Platz ist, und setze mich neben drei mir bekannte Mädls, die zwar nicht zu den beliebtesten gehören, aber mich wenigstens in Ruhe lassen und nett sind.

Meines provokanten, für die Kirche unangebrachten Outfits bin ich mir bewusst. Ich trage Schuhe mit sehr hohem Absatz, Kniestrümpfe, ein rotes Kleid bis kurz über die Knie und darüber ein Korsett, das meine weibliche Figur schmeichelhaft betont. Für mich ein sehr untypisches Outfit, und ich würde mich über mich selbst wundern, wäre da nicht jemand, den ich damit beeindrucken will, und dem ich zeigen will, was er all die Jahre verpasst hat.

Dieser Jemand setzt sich gerade in die Bank hinter mich, ich spüre seinen Blick auf mir, und für ein paar Sekunden spiele ich die Unwissende, Unbeeindruckte. So als beruhte dieser ganze Traum nicht auf unserer Begegnung, so als wäre das alles tatsächlich rein zufällig.

Plötzlich drehe ich mich um und blicke ihm tief in die Augen.

„Hej.“

„Hi Lena, wusste gar nicht, dass du auch da bist.“

„Ja, hat sich so ergeben.“

Ich grinse. Er steht auf, und sagt noch etwas, was genau, ist mir entfallen, es spielt auch keine Rolle, ich stehe ebenfalls auf, ich spüre die Energie zwischen uns, es knistert, ich bin sicher, die anderen neben und hinter uns in den Bänken können es auch hören. In meinem Kopf tuscheln sie schon: Uh, schau mal, wer da wieder anbandelt. Die sind aber auch perfekt zusammen, so ein schönes Paar. Soso, hat er nicht Frau und Kind?

Letzteres ist mir bewusst, und wir reden doch auch nur miteinander, puuh, ist mir heiß, wir lachen, berühren uns gegenseitig an Armen und Händen. Mein Herz klopft wie wild, ich muss hier raus, das ist kein keusches, kirchenangemessenes Gespräch mehr, das geht weit über eine freundschaftliche Unterhaltung zwischen Menschen, die vor langer, langer Zeit sich liebten, hinaus. Ich sage, ich komme gleich wieder, und verschwinde schnellen Schrittes aus der Kirche.

Frische, kühle Luft, frische, kühle Luft. Tief atme ich ein, mit geschlossenen Augen.

Als ich sie wieder öffne, befinde ich mich in einem anderen Raum. Nackte, hohe weiße Wände, ein wenig der Kirche nachempfunden. Am Ende des Ganges erkenne ich eine menschliche Silhouette, lässig lehnt sie an der Wand und blickt mir entgegen. Als ich mich ihr nähere, erkenne ich, dass es sich um eine lebensgroße Puppe handelt, die meinem ersten Freund nachempfunden ist. Sie ist so angezogen wie er, hat seine Haare, aber sie hat kein Gesicht. Er ist nur eine Puppe. Was zur…?

„Tjaja, das war ein Test, meine Liebe.“

Sagt da eine spöttische Stimme hinter mir. Es ist ein glatzköpfiger Mann in Kutte, den ich nicht kenne.

„Und du hast leider kläglich versagt. Deine Gefühle sind noch da, du wirst noch immer beherrscht von ihnen, und von deinem Körper. Tjaja, das verheißt nichts Gutes.“

Ich bin so verdutzt, ich bringe kein Wort heraus.

„Ich kann dir nur raten, hüte dich. Wenn du vollenden willst, was dir zu tun aufgetragen ist, hüte dich, und beherrsche dich gefälligst. Wir zählen auf dich. Dieser Test hat uns gezeigt, wie schnell du wieder verfallen wärst, mit Betonung auf Falle, und nächstes Mal kommst du vielleicht nicht einfach heraus. Nächstes Mal ist das vielleicht echt!“

Er schlägt gegen einen riesigen Gong.

Und ich erwachte.

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[Regensburg, 13.02.24]

Pferdeflüsterin

Vor ein paar Tagen träumte ich doch tatsächlich: 

Ich unterhalte mich mit diesem Pferd, einem wunderschönen Hengst. Er ist lustig, bringt mich die ganze Zeit zum Lachen, einfach wunderbar, dieser Typ. Ich fühle mich pferdewohl (pudelwohl ja eher nicht), als mir ein guter Freund zuflüstert, dass er es ja wohl eindeutig sei. – Wer? – Na er, er ist der, mit dem du dein Leben verbringen solltest. Er, der dich zum Lachen bringt wie sonst keiner, mit dem du einfach nur glücklich sein kannst und der dich nicht schwerer und zu jemandem anderen macht, die du gar nicht bist. – Das Pferd? Ja wohl in diesem Universum nicht! – Wer sagt dir, dass du noch in „diesem“ Universum bist?

(Kraków, 18.02.2017, zuerst auf Tumblr [lenkasletztertraum] veröffentlicht)

Die Traum-Macherin

Irgendwer, vielleicht sogar ich, war der, der die Träume macht. Aus verschiedensten Szenarien und Bildern und Gerüchen und Düften baute ich einen Traum. Viele Träume für viele Menschen. Und doch war da nur dieser eine, der sich mir ins Gedächtnis einbrannte. Er mit ihr, wunderschön anzusehen und gar lieblich als Paar, spazieren durch die Menge. Auf der Party, auf der er eigentlich nicht sein hätte dürfen. Vor allem nicht mit ihr, war sie nicht verreist? Die kaputten Teile meines Herzens entfernen sich noch weiter voneinander – bah, Kitsch, fühlt sich aber so an, sorry – und gleichzeitig weiß ich, dass ich diejenige bin, die diesen Traum, diese Szene erst gemacht hat. Anscheinend will ich mich leiden sehen. Maso maso. Also bin ich aufgewacht. Mach mir jetzt meinen eigenen Traum in der echten Welt. Irgendwie.

(Halle, 26.11.2016, zuerst auf Tumblr [lenkasletztertraum] veröffentlicht)

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In nächster Zeit zeige ich euch hier ein paar meiner skurrilen Träume, ältere Texte, die ich damals auf Tumblr gestellt habe. Für neue Texte fehlt mir gerade wegen gesundheitlicher Probleme und eines größeren Schreibprojekts (🥳) Zeit und v.a. (kreative) Energie 🙂

Oma ohne Augen – eine Gruselgeschichte

Heute morgen schlief ich noch einmal ein und mir träumte etwas wahrlich Gruseliges.

Der Traum spielte in Regensburg, in dem Reihenhaus, in dem meine Großeltern bis vor einem Jahr noch gewohnt haben, wo meine Mama aufgewachsen ist und ich irgendwie auch, dort, wo sie für immer wohnen und ich sie immer besuchen werde.

Statt vorne an der Haustür zu klingeln, ging ich hintenrum, über den Garten, das war schon immer der schönere Weg und hinten war auch meistens die Tür offen. Ich kam, um meine Oma zu besuchen, oder auf sie aufzupassen, oder beides, mittlerweile ist das fast dasselbe. Die Gärten sahen anders aus, weniger gepflegt, aber auch kein Wunder, die Natur erobert sich Erinnerungen zurück wie die Orte, an denen sie leben.

Ich öffnete das quietschende Gartentor und verschloss es hinter mir mit dem Riegel. Ich ging vorbei an den Gemüsebeeten, den Tomaten, dem schönen, perfekt gewachsenen Apfelbaum in der Mitte. So viele bunte Blumen.

„Griasde, Oma!“, rief ich vorsichtshalber, um sie nicht zu erschrecken, wenn ich jetzt zur Tür hereinspazierte.

„Lena, schnell, komm her!“, hörte ich meine Oma panisch aus der Küche rufen, und beeilte mich jetzt.

Als ich ins Esszimmer trete, sitzt da meine Oma auf der Eckbank und glotzt mich aus leeren, schwarzen Augenhöhlen an. Ein Anblick, den ich nie vergessen werde. Das rechte Auge liegt vor ihr auf dem Tisch, das linke hängt noch an einem Strang aus dessen Höhle heraus.

„Lena, bitte, du musst mir meine Augen wieder einsetzen, sie san mir rausgfallen, wie ich meine Brille richten wollt“, krächzt sie schwer verständlich, noch schwerer als sonst, seit sie wegen Parkinson so Schwierigkeiten damit hat.

Ich sehe leere Pringles—Chipsdosen vor ihr stehen und in einer Art Rückblende (Träume sind eben wie Filme) meine Oma mit den Chipsdosen auf ihr Gesicht schlagen, die Ränder der Öffnungen in Richtung ihrer Augen. Hä? Was wollte sie denn damit erreichen?

Das Ergebnis ihres Experiments liegt nun vor mir, und verzweifelt weine ich, sie müsse in so einem Fall doch den Krankenwagen rufen und nicht mich. Was sollte ich mit Augäpfeln tun, barg ich sie wie abgeschnittene Finger in Eiswürfeln? Konnte ich sie einfach einsetzen und dann funktionierten sie wieder? Immerhin war das doch ein Traum, oder?

Ich weiß nicht, wie es ausgegangen ist, ich bin zum Glück aufgewacht. Als ich hinunter zum Frühstück gehe, sitzt meine Oma zeitunglesend und espressotrinkend am Esstisch, mit beiden gesunden Augen blickt sie mich munter an. Welchem Geist bist du denn begegnet? Wundert sie sich und beisst in einen Butterkeks.

[E., 17.10.23]

Derzeitige Tischdekoration in der „Mischbattrie“ in Halle/Saale

Schnüre und Scheren

Endlich bin ich aufgewacht. Was für ein Traum.

Mir träumte, ich sei in einem Ich gefangen, das sich ständig im Kreis dreht, Opfer seiner eigenen Gedanken.

Es waren dies keine von der netten Art. Sie flüsterten wie gemeine Mitschüler — ja, lasst euch sagen: Wer flüstert, der lügt und frisst kleine Kinder, wahre Geschichte!

Sie hatten mich an ihren Schnüren, und sie zogen mal hier, mal dort, ich bewegte mich nach ihrem Gusto. Sie ließen mich Mauern bauen und Fluchtwege, und es machte ihnen Spaß, mir beim Fallen zuzuschauen.

Nun bin ich niemand, die hinfällt und liegen bleibt. Immer wieder stehe ich auf, bleibe kurz stehen, bis der Schwindel nachlässt, und gehe dann weiter. Da muss noch was kommen, sage ich dann, weil es mir vorher mein Herz versprach. Das weiß sowieso schon alles früher, nur verrät es das nicht, wäre ja langweilig. Oder vorhersehbar. Ha.

Dieser Traum also. Ich drehte mich im Kreis, meine Gliedmaßen an Schnüre gebunden, und es gab keinen Ausweg.

Doch da entdeckte ich eine Schere, eine Gestalt bot sie mir an. Sie war von jener Art von Traumgestalten, die plötzlich auftauchen, ohne Gesicht, nur verschwommen erkennbar und so schnell wieder verschwunden, dass sie auch aus der Erinnerung leicht entfleuchen.

Mit den ersten durchtrennten Fasern lösten sich die Fäden ganz leicht, als hätten sie nur darauf gewartet, auch von mir erlöst zu werden. Der Aufprall auf den Boden war hart. So hart, dass ich aufwachte.

Wer bin ich ohne diese Schnüre? Die mich gefangen hielten und gleichzeitig Sicherheit boten. Dank denen ich wusste, wohin ich zu gehen hatte, was ich tun sollte. Jetzt bin ich frei. Und nun?

[Halle, 14.09.2020]

Unsterblich

Heute Nacht war ich unsterblich.

Im Team traten wir auf, mein Partner war mir bekannt, auch wenn mir seine Identität nun, im „Wachzustand“ (wann wir wirklich wach sind, darüber ließe sich diskutieren), entfallen ist.

Wie praktisch Unsterblichkeit ist. Keine lästigen körperlichen Bedürfnisse mehr. Diese stören mich an der Sterblichkeit oft, gerade wenn ich mitten im Tun bin, voll konzentriert, ich könnte stundenlang schreiben oder denken, doch dann meldet sich der eigene Körper.

Vieles verliert an Bedeutung, wenn das Leben unbegrenzt ist.

Wir mussten uns nicht mehr um Geld oder Macht sorgen, wir konnten unsere Zeit mit Sinnvollem nutzen und den Menschen helfen.

Zeitreisen waren uns ebenso möglich heute Nacht, und ich wusste, wir waren schon in die Vergangenheit gereist, und jetzt waren wir in der Zukunft. Aber was war das für eine Zeit? 2034, erinnere ich mich, exakt zwei Jahre nach dem Untergang, postapokalyptisch. Vieles lag noch verbrannt da, die Menschheit war größtenteils von einer Seuche dahingerafft worden, der Rest brachte sich im Überlebenskampf gegenseitig um. Ich weinte, es sah furchtbar aus hier, um die Menschheit und ihre schreckliche Dummheit. Mein Begleiter beruhigte mich, außerdem hatte ich Zeugen. Eine Gruppe von Kindern beobachtete mich, sie wussten, wir waren nicht von hier, weder aus der Zeit noch dem Ort. Vielleicht hatten sie schon von uns gehört. Aber wobei konnten wir ihnen jetzt noch helfen? Dem Wiederaufbau?

Die Erinnerung verschwimmt, warum verschwinden diese Traumbilder so schnell, sollen wir manche Dinge besser vergessen? Er war bedeutend, dieser Traum, aufregend, eindrücklich. Ich will mehr von der Unsterblichkeit, wenn du an nichts anderes denken musst als an die anderen, denn du selbst hast keine Bedürfnisse, ewige Gesundheit, kannst dich zeitlich und örtlich beamen, wohin du willst, unabhängig der jeweiligen Transportmittel (Reisen dauern eeewig mit Pferdekutschen!!!), und der Druck, das menschliche Bedürfnis, sich auf welche Art auch immer zu verewigen, sei es durch Nachwuchs, künstlerisch oder politisch, fällt ebenfalls weg. Entspannt. Dieses Leben gefiel mir. Es waren uns Unsterblicher viele, das merkte ich in einer Szene, in der eine ganze Gruppe einen Sterblichen zur Rede stellte. Bitte mehr von diesem Traum.

[Essenbach, 30.7.23]

P.S.: Ich habe schon länger nichts mehr veröffentlicht. Das liegt v.a. an der Verschlechterung meines Post Covid/ ME/CFS-Zustands, Ideen und Anlässe gäbe es genug. Ich habe sooo viel zu sagen und kann es nicht. Ich hoffe, es geht euch gut.