Heute Nacht war ich unsterblich.
Im Team traten wir auf, mein Partner war mir bekannt, auch wenn mir seine Identität nun, im „Wachzustand“ (wann wir wirklich wach sind, darüber ließe sich diskutieren), entfallen ist.
Wie praktisch Unsterblichkeit ist. Keine lästigen körperlichen Bedürfnisse mehr. Diese stören mich an der Sterblichkeit oft, gerade wenn ich mitten im Tun bin, voll konzentriert, ich könnte stundenlang schreiben oder denken, doch dann meldet sich der eigene Körper.
Vieles verliert an Bedeutung, wenn das Leben unbegrenzt ist.
Wir mussten uns nicht mehr um Geld oder Macht sorgen, wir konnten unsere Zeit mit Sinnvollem nutzen und den Menschen helfen.
Zeitreisen waren uns ebenso möglich heute Nacht, und ich wusste, wir waren schon in die Vergangenheit gereist, und jetzt waren wir in der Zukunft. Aber was war das für eine Zeit? 2034, erinnere ich mich, exakt zwei Jahre nach dem Untergang, postapokalyptisch. Vieles lag noch verbrannt da, die Menschheit war größtenteils von einer Seuche dahingerafft worden, der Rest brachte sich im Überlebenskampf gegenseitig um. Ich weinte, es sah furchtbar aus hier, um die Menschheit und ihre schreckliche Dummheit. Mein Begleiter beruhigte mich, außerdem hatte ich Zeugen. Eine Gruppe von Kindern beobachtete mich, sie wussten, wir waren nicht von hier, weder aus der Zeit noch dem Ort. Vielleicht hatten sie schon von uns gehört. Aber wobei konnten wir ihnen jetzt noch helfen? Dem Wiederaufbau?
Die Erinnerung verschwimmt, warum verschwinden diese Traumbilder so schnell, sollen wir manche Dinge besser vergessen? Er war bedeutend, dieser Traum, aufregend, eindrücklich. Ich will mehr von der Unsterblichkeit, wenn du an nichts anderes denken musst als an die anderen, denn du selbst hast keine Bedürfnisse, ewige Gesundheit, kannst dich zeitlich und örtlich beamen, wohin du willst, unabhängig der jeweiligen Transportmittel (Reisen dauern eeewig mit Pferdekutschen!!!), und der Druck, das menschliche Bedürfnis, sich auf welche Art auch immer zu verewigen, sei es durch Nachwuchs, künstlerisch oder politisch, fällt ebenfalls weg. Entspannt. Dieses Leben gefiel mir. Es waren uns Unsterblicher viele, das merkte ich in einer Szene, in der eine ganze Gruppe einen Sterblichen zur Rede stellte. Bitte mehr von diesem Traum.
[Essenbach, 30.7.23]
P.S.: Ich habe schon länger nichts mehr veröffentlicht. Das liegt v.a. an der Verschlechterung meines Post Covid/ ME/CFS-Zustands, Ideen und Anlässe gäbe es genug. Ich habe sooo viel zu sagen und kann es nicht. Ich hoffe, es geht euch gut.
Ich wünsche Dir von Herzen Unsterblichkeit, so, wie Du sie geträumt hast, nur nicht als Traum.
Deine Zeilen beeindrucken mich sehr, noch stärker, weil ich ahne, wie viel Energie Du aufbringen musstest, sie zu schreiben. Ungeachtet Deiner Krankheit steckt so viel Kraft und Poesie in Dir, und beide schaffen es, doch immer wieder nach außen zu dringen, sich mir mitzuteilen. – Ich habe großen Respekt davor und dafür.
Ich fühle mich schon sehr ohnmächtig, Dir nur meine Wünsche und nur in Worten schreiben zu können, es ist so ungerecht und schmerzlich, dass diese Krankheit Dich so plagt und Dich nicht endlich loslässt.
Alles Liebe Dir, liebe Lenka, endlich Gesundheit! Unsterbliche … ! ✨🍀🐞💗🤗
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Lieber sternflüsterer, ich danke Dir sehr für Deine Zeilen, es freut mich so, zu lesen, dass meine Texte anscheinend doch noch ein wenig an Kraft haben. Ich selbst kann das nur noch schwer einschätzen, weil ich (sie) kaum noch lesen kann.
Danke auch für Deine Wünsche, ich bin immer noch zuversichtlich, auch wenn die Krankheit mittlerweile chronisch ist. Es wird bald ein Medikament geben, das glaube ich ganz fest 🙏
Liebe Grüße aus Bayern ☀️🌸
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Ein schöner Traum, so einer fehlt mir noch. 😊 Auch ich träume viel, bunt und abwechslungsreich, doch unsterblich war ich im Traum noch nicht. Dafür aber träumte ich schon ein paar Mal vom eigenen Tod, von den letzten irdischen Momenten meines Lebens. Es waren sehr eindrucksvolle Träume …
Alles Liebe Dir und werde so schnell wie möglich wieder gesund! 💕🌹
Rosa
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War ich vorher tatsächlich auch noch nie 😄 Im Traum gestorben bin ich auch schon oft, tatsächlich erst vor einer Woche, als Kind hab ich das noch viel öfter geträumt. Meistens falle ich dabei irgendwo runter…
Danke Dir, Rosa 🙏☀️💚
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Ein paar meiner Träume vom Sterben: http://rosasblog54.com/2022/12/15/letzte-augenblick/
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Danke Lenka für’s Erzählen DEINES wunderbaren Traum’s. Bin fasziniert🙏🏼🤗 Gute Besserung🍀☘️ wünsch ich Dir von ❤️ Freue mich, bald wieder von dir zu hören. Tina
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Danke Dir, liebe Tina, für Deine Wünsche und auch fürs Lesen 🙏💚
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Freue mich über jede Nachricht liebe Lenka🤗
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