Wo Deine Kreativität erblüht

Es ist unbequem. Du befindest Dich nicht in einer rosawatteweichen Wolke, Du trittst hinaus aus Deiner sicheren Umgebung. Du bist allein. Du befindest Dich in einem Café mit konstantem Geräuschpegel. Du beobachtest, ohne zu urteilen. Du fühlst. Alles, etwas. Du hinterfragst vieles, auch Deine Rolle in der Welt. Du erkennst die Schatten an der Wand und trittst aus der Höhle. Du fühlst Dich mehr wie die Beobachterin, mehr wie die Fotografin als die Fotografierte. Dein Herz quillt über. Du bist in der Natur und spürst Alles und Nichts. Du löst dich auf. Du vergisst Dich. Stille. Langeweile, lass sie zu. Meditation: Du findest Deine Mitte. Du begegnest einer anderen inspirierten Seele, im Gespräch oder über deren Kunst. Du gehst einer monotonen, gleichmäßigen Tätigkeit nach. Du gehst spazieren. Du machst Sport. Du hast den Mut, Deine inneren Bilder zuzulassen. Unbequemes auszusprechen. Dich Deinen Schatten zu stellen. Dich selbst zu akzeptieren. Zu lieben.


[Essenbach, 10.01.2024]


Wo und wann seid ihr kreativ? Welche Bedingungen müssen für euch vorherrschen?

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Avatar von Unbekannt

lenkasause

Die Worte flossen aus meinen Fingern, ich verstehe sie erst jetzt...

4 Kommentare zu „Wo Deine Kreativität erblüht“

  1. Wo ich kreativ bin? Idealerweise unter idealen Voraussetzungen: früh am Tag, still sollte es sein, keine Termine und Verpflichtungen… leider klappt das nur ganz selten 😕 In der Realität ist es eher so, dass die Kreativität mich „überrascht“: ein spontaner Einfall, eine Beobachtung, eine Begegnung…
    Ein Spaziergang funktioniert auch gut – in Ermangelung von Stift und Papier muss ich den Einfall im Kopf behalten, wo er dann oft Gelegenheit hat, sich weiterzuentwickeln, größer zu werden, zu wachsen. Daheim angekommen, muss ich ihn dann aber schleunigst notieren, sonst verlässt er mich 🙂

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  2. Eine wunderschöne Umschreibung für die Verbundenheit mit „Allem“.
    Ich habe diesen Zustand auch gefunden. Und es gelingt mir immer besser, fast die ganze Zeit darin zu leben.
    Ich gehe meinen Tätigkeiten nach, welche nicht wirklich meine sind, nutze die Strömungen des Lebens und greife nur zum Ruder, wenn ich das Gefühl habe, es ist wirklich notwendig.
    Die Einfälle und Gedanken kommen und gehen. Und manche bleiben – die schreibe ich dann auf. So ist unter anderem alles entstanden, was ich in meinen Block veröffentlicht habe.
    Auch wenn ich die Führung für mein Leben übernehme, zeigt sich die Kreativität. Aber ich bin vorsichtig. Nicht alles, was mir durch den Kopf geht ist immer sofort an der Reihe. Und so habe ich eine große Sammlung notierter Gedanken, welche vielleicht irgendwann ihren Weg in die Realität finden (manche auch hier in meinen Block).
    Ich bin sehr geduldig geworden.
    Und habe dadurch schon sehr viel Schönes entdecken dürfen, was ich früher garnicht wahrgenommen habe.
    🙏👍🍀

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