Nichts ist für immer, Mila

„Ich bin so dankbar, dass es dich gibt“, flüsterte Mila ihm eines Abends am Lagerfeuer zu.

„Worauf wartest du dann noch?“

Unergründlich lag sein Blick auf ihr, sie nie verurteilend, auch wenn sie sich gerade mit seiner Erinnerung unterhielt, als die er nun ihr Gedächtnis bewohnte.

„Denkst du, das Leben schickt uns immer genau den Menschen, den wir in diesem Moment am dringendsten brauchen?“

„Im Guten wie im Schlechten?“

„Ja.“

„Muss ich das beantworten? Du weißt es eh.“

„Als Wegweiser. Als Warnschild.“

„Als Wegbegleiter.“

„Ja.“

„Was bin ich für dich?“

„Die Lichtung. Die Pause. Das Atemholen zwischendurch.“

„Um den Weg vor dir zu erkennen.“

„Ich kenne ihn doch längst.“

„Ich weiß.“

„Aber ich habe Angst, Augustin.“

„Ich weiß. Und ich einen Satz für dich.“

„Bitte.“

„Der falsche Zeitpunkt, der uns zusammenführte, wird uns auch wieder trennen“, sagte er, als zitierte er eine große Dichterin. „Aber nicht für immer. Nichts ist für immer, Mila.“




Ein Ausschnitt aus meinem neuen Buchprojekt (das ich hoffentlich mal bald zuende bringen kann). In letzter Zeit habe ich es lieber noch 1000fach überarbeitet, die Zeit geändert, an manchen Stellen die Erzählperspektive. Diese ändert sich immer dann, wenn die Protagonistin Mila, die eigentlich erzählt, die Ich-Form nicht mehr erträgt, weil das zu nah und zu schmerzhaft wäre, oder weil sie in manchen Situationen nicht weiß, wovon sie erzählen soll, weil sie darin geschlafen hat oder bewusstlos war. Mal schaun, ob sich das am Ende ausgeht 🙂

Wen das neugierig gemacht hat, der kann gern die Zeit bis zum Erscheinen meines neuen Buchs mit meinem ersten Roman verbringen: „Die Unterirdischen Seen“ sind überall, wo es Bücher gibt, als Print on Demand oder E-Book erhältlich.

Danke für die Unterstützung! ❤

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Avatar von Unbekannt

lenkasause

Die Worte flossen aus meinen Fingern, ich verstehe sie erst jetzt...

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